Vorsicht, Kunde! – Vermieter verhindert Glasfaseranschluss

Shownotes

In dieser Episode des Podcast „Vorsicht, Kunde!“ geht es um Glasfasernetze, die erst angekündigt und dann doch nicht verlegt werden. Dazu klären Ulrike Kuhlmann und Urs Mansmann aus der c’t-Redaktion zusammen mit Rechtsanwalt Niklas Mühleis folgende Fragen:

Welche Vorteile bringt ein Glasfaseranschluss? Dürfen Mieter frei über ihren Internetanschluss bestimmen? Welche Fallstricke drohen bei der Umstellung und was tun, wenn währenddessen der Internetzugang weg ist?

Außerdem diskutieren die drei über das Nebenkostenprivileg, also das Ende des Kabel-TV-Zwangs für Mieter, und über IPTV als Alternative zum herkömmlichen DVB-Empfang.

Der Fall Stefan B.: Immobilienkonzern verhindert Glasfaseranschluss https://www.heise.de/-9668644

Verbraucherschutz-Podcast „Vorsicht, Kunde!“ https://ct.de/vorsicht-kunde

Das Telekommunikationsgesetz (TKG) zu Duldungspflichten bei Erneuerung von Telekommunikationslinien (§ 134) und zur Verlegung und Nutzung einer Netzinfrastruktur (§ 145)

§ 134 Beeinträchtigung von Grundstücken und Gebäuden https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2021/__134.html

§ 145 Netzinfrastruktur von Gebäuden https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2021/__145.html

c't-Artikel zum Wegfall des Nebenkostenprivilegs und der Empfangsalternative IPTV:

FAQ zum Nebenkostenprivileg und Kabel-TV-Alternativen https://heise.de/-9669430

Wahlfreiheit beim TV-Empfang: Was der Wegfall des Nebenkostenprivilegs bedeutet https://heise.de/-9623671

So klappt der Fernsehempfang ohne Kabel oder Schüssel https://heise.de/-9625906

Vier TV-Streamingdienste im Test https://heise.de/-9627652

Ältere Fernseher unkompliziert fürs Streaming nachrüsten https://heise.de/-9625564

Kommentare (2)

Leopold Butters

Hallo, ich habe es mit meinem kommunalen Anbieter umgesetzt das er die Glasfaser der Telekom nutzt um mich anzubinden (IP BSA, er bekommt den Anschluss auf Layer 2). Unter Kupfer kein Problem, der Vorgang hat sich aber länger als 1 Jahr gezogen, obwohl im Keller der Anschluss vorhanden war, die Fasern auch bereits eingeblasen waren. Die Öffnung des Marktes scheint mir teils Augenwischerei zu sein. Ja, eine Kupfer TAL wird günstiger, damit macht aber keiner was. Die Nutzung der VDSL Technik durch andere Provider scheint ausdiskutiert zu sein, ist aber Recht teuer (besonders für kleine Anbieter). Im Bereich FTTH macht es aber den Eindruck das die Provider das ganze aussitzen, auf Kosten von Kunden. Das Netz und die Dienste müssten entkoppelt werden, die Kosten pro Anschluss im Monat für alle Dienstanbieter gleich sein. Grüße

Fachwissender

Zu dem Thema Weiterversorgung im Falle der Verzögerung beim Glasausbau gibt es etwas zu beachten: der bestehende Anschluss sollte nicht selber gekündigt werden. Erst wenn der Glasfaseranschluss fertigt ist kündigt der neue Anbieter denn alten Anschluss. Andernfalls schaltet der alte Anbieter zum Kündigungsdatum ab. Der Wechselprozess ist bei den großen Anbietern wie Telekom, Vodafone usw. hoch digitalisiert, in den man schlecht händisch eingreifen kann. Erfahrungsgemäß wird das dann problematisch und führt dann zu den befürchtenden Ausfällen. Generell hier der Tipp: nicht selber kündigen. Beim Glasfaseranschluss wurde ein Thema nicht angesprochen. Das Problem der Innenhausverkabelung. Wie kommt denn die Glasfaser von Keller bis in die Wohnung? Das übernimmt in vielen Fällen nicht der Netzbetreiber der den Anschluss baut. Wer übernimmt die Kosten? Der Mieter oder der Eigentümer? Auch das sollten Mieter vorher mit dem Eigentümer klären.

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